Trauerfeier

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Die Trauer- bzw. Abschiedsfeier ist ein zentrales Element des Abschieds von einem Verstorbenen. Genauso wie eine Taufe, eine Hochzeit oder einen Geburtstag sollte die Trauerfeier sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem die Auswahl des Ortes und eine überlegte Planung des Ablaufs und der beteiligten Personen.


Planung

Die Trauerfeier dient zum einen der Abschiednahme vom Verstorbenen, zum anderen würdigt und wertschätzt sie dessen Leben und die Persönlichkeit. Eine persönliche und gefühlvolle Trauerfeier ist für die Hinterbliebenen eine wertvolle Hilfe auf dem Weg durch die Trauer.

Eine Trauerfeier will sorgfältig geplant sein. Dabei steht die persönliche Vorstellung der Angehörigen bzw. der Wunsch des Verstorbenen im Vordergrund der weiteren Planung. Zu dieser gehört: Terminabsprachen mit anderen Beteiligten wie Friedhofsverwaltung, Trauerredner oder Priester, Musiker und Floristen treffen, die Anzahl der Trauergäste festlegen, das Aufgeben von Traueranzeigen und Verschicken der Trauerkarten, den Blumenschmuck bestellen, der Gottesdienst, die Trauerrede und die musikalische Untermalung. Die formalen Aufgaben können dabei vom Bestatter übernommen werden, der Großteil der Absprachen und Organisation findet jedoch unter den Angehörigen statt.

Trauerhalle

Der Trauerhalle kommt beim Abschied eine entscheidende Bedeutung zu. Schließlich ist sie der Ort, an dem sich die Hinterbliebenen und die übrigen Trauergäste im Rahmen der Trauerfeier feierlich vom Verstorbenen verabschieden und mit Liedern, Reden, Blumen oder Gottesdiensten die letzte Ehre erweisen. Weitere Informationen zur Trauerhalle finden Sie in einem eigenen Artikel "Trauerhalle".

Trauerrede

Eine gelungene Trauerrede wird den Trauergästen noch lange im Gedächtnis bleiben und die Erinnerung an den Verstorbenen in angenehmer Weise wach halten. Weitere Informationen zur Trauerrede finden Sie in einem eigenen Artikel "Trauerrede".

Kondolenz

meint die Bekundung von mitmenschlicher Anteilnahme oder des "Mit-Trauerns". Bei einer Trauerfeier sollte es für die Trauergäste Möglichkeiten geben, ihr Beileid zu bekunden. Über die Möglichkeiten finden Sie weitere Informationen in einem eigenen Artikel "Kondolenz".

Abschiedskaffee

Der Abschiedskaffee oder das Trauermahl ist das von der Familie des Verstorbenen ausgerichtete gemeinschaftliche Kaffeetrinken oder Essen der Trauergäste nach einer Beisetzung. Weitere Informationen finden Sie in einem eigenen Artikel "Abschiedskaffee".

Ausgestaltung

Zu einer Abschiedsfeier gehören Rituale - alte, uns vertraute, aber auch neue. Blumenschmuck und Musik schaffen den äußeren Rahmen, der uns eine Abschiedsfeier festlich erscheinen lässt und unsere Emotionen anspricht.

Rituale

Rituale schaffen ein Gefühl der Gemeinschaft, bringen Trauer zum Ausdruck und helfen, Ängste zu bekämpfen und zu überwinden. Gewohnheiten und Riten geben dem Leben Halt. Gerade in schwierigen Lebenssituationen kann ein Ritual als fest gefügte - meist auch öffentliche - Handlungsfolge in seiner kulturellen Ausprägung eine große Hilfe sein, dem Verstorbenen einen neuen Platz im eigenen Leben zuzuweisen.

Christliche Bestattungen sind seit jeher mit bestimmten Ritualen verbunden. In der heutigen Gesellschaft sind diese nicht mehr allen bekannt und verlieren für viele an Bedeutung. Neben den traditionellen, christlichen sind neue Bräuche und Rituale im Entstehen.

Kernstück von Ritualen sind die symbolischen Handlungen, ob christlich geprägt oder neu entstanden: Segnungen, Versprechungen, Gelöbnisse, Kerzen entzünden, Weihwasser sprengen, den Sarg berühren, Blätter fallen lassen, Erde (auch aus dem eigenen Garten) auf den Sarg werfen, Opfergaben, gemeinsame Nahrungsaufnahme, Lichterketten, fliegende Luftballons, Getreidekörner und Blumensamen, die man ausstreut, und vieles mehr.

(Mit-)gestalten

Im Rahmen einer Trauerfeier tut sich für die Angehörigen ein breites Feld zur Mitgestaltung auf. Von der Gestaltung und Dekoration des Abschiedsraumes, der Auswahl der Musik bis hin zur Bemalung des Sarges oder der Urne.

Der persönlich gestaltete äußere Rahmen hebt den inneren individuellen Kern, die Botschaft, hervor. Dazu können verschiedene Texte ausgewählt (oder vorgetragen) werden, die im engen Bezug zum Verstorbenen stehen oder ausgelegt werden können: Gebete, Kurzgeschichten, Episoden aus dem Leben, Gedichte und vieles mehr.

Blumenschmuck

Blumenschmuck bei der Aufbahrung, in der Trauerhalle oder Kapelle und am offenen Grab ist üblich.

In der Leichenhalle und in der Trauerhalle ist in der Regel eine Grunddekoration aus Kerzen und Grünpflanzen vorhanden. Die weitere Blumendekoration wird vielfach vom Bestatter vermittelt. Wer Gärtner und Floristen selbst beauftragt, spart sich mögliche Vermittlungsprovision und kann genau bestimmen, wie der Blumenschmuck (auch preislich) ausfallen soll.

Es ist üblich, dass ein Bestatter eine Vermittlungsvereinbarung mit einem oder mehreren Floristen hat. Dekorationsaufträge, die dem Bestatter erteilt werden, gibt dieser an den Floristen weiter. Die Provision für den Bestatter liegt in der Regel zwischen fünf und 20 Prozent.

Musik

Wo Worte fehlen, da hilft oft die Musik, um die Gefühle der Trauer auszudrücken und Erinnerungen wachzurufen. Musik hat seinen festen Platz in der Trauerfeier. Die Auswahl der Musikstücke unterliegt individuellen Vorlieben und Geschmäckern. Daher sollte die Musikauswahl stets Teil der aktiven Mitgestaltung der Trauerfeier sein.

Die Musik kann je nach Auswahl entweder eine atmosphärischen Untermalung der Andacht sein oder auch ganz besonderen Erinnerungscharakter an den Verstorbenen haben. Ob eine klassische Musikuntermalung gewählt oder ein ganz persönliches Stück ausgesucht wird, ob die Musik live gespielt werden oder vom CD-Player kommen soll, obliegt allein den Wünschen und Vorstellungen der Hinterbliebenen oder wenn diese bekannt sind, denen des Verstorbenen.

Weblinks