Tod

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Versuch einer Definition

In § 3 Abs. 2 Nr 2 Transplantationsgesetz (TPG) und Abs. 1 Nr. 2 ist festgelegt, dass vor dem Tod des Spenders für den mindestens auch der Hirntod Voraussetzung sei, keine Organentnahme stattfinden darf. Den entsprechenden wissenschaftlichen Stand zu diesen Fragen hat nach § 16 TPG die Bundesärztekammer festzuschreiben, was sie mit der dritten Fortschreibung der Richtlinien zur Feststellung des Hirntodes 1997 getan hat.1

Der Hirntod wird darin definiert als Zustand der irreversibel erloschenen Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms. Dabei werde durch kontrollierte Beatmung die Herz- und Kreislauffunktion noch künstlich aufrechterhalten. Es wird im Einzelnen beschrieben, wie der Hirntod festzustellen ist.

In den im den Richtlinien enthaltenen Hinweisen zu Organ- und Gewebeentnahmen bei toten Spendern gemäß Transplantationsgesetz wird desweiteren ausgesagt, dass der Tod eines Menschen sowohl durch den Nachweis des Hirntodes, des inneren sicheren Todeszeichens, als auch durch den Nachweis äußerer sicherer Todeszeichen festgestellt werden kann.

Die sicheren Todeszeichen sind:

  1. Totenflecke (Livores)
  2. Toten- oder Leichenstarre (rigor mortis)
  3. Mit dem Leben nicht zu vereinbarende Verletzungen wie die Trennung des Kopfes vom Rumpf

In Deutschland wird also derzeit vom Tod eines Menschen ausgegangen, wenn entweder sichere äußere Todeszeichen oder der Hirntod (das sichere innere Todeszeichen) festgestellt sind.

Kritik

Gerade Letzteres wird von verschiedenen Seiten stark kritisiert.2 Interessanter Weise nehmen aber z.B. auch die Kirchen die Definition (zumindest noch) hin.3

Links

  1. http://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/Hirntodpdf.pdf
  2. http://www.initiative-kao.de/troendle-rechtliche-bedeutung-hirntod.html m.w.N
  3. http://www.ekd.de/EKD-Texte/organtransplantation_1990.html