Tierbestattung

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Rechtliche Grundlagen

Rechtlich bedeutsame Regelungen bezüglich des Umgangs mit verstorbenen Tieren sind: das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz, die Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung (TierNebV), die Ausführungsgesetze der einzelnen Bundesländer sowie die europäischen Verordnungen VO 1774/2002 und VO 777/2008.

Grundsatz

Tierleichen, also verendete, totgeborene oder ungeborene Tiere sowie getötete Tiere, die nicht zum menschlichen Genuss verwendet werden, müssen nach den genannten Regelungen grundsätzlich in sogenannten Tierbeseitigungsanstalten bestattet werden.

Ausnahme Haustier

Allerdings existieren zahlreiche Ausnahmen, insbesondere auch für "Heimtiere" nach der TierNebV. Heimtiere entsprechen nach dem allgemeinen Sprachgebrauch in etwa den Haustieren.

Nach der TierNebV ist das Vergraben eines Haustieres damit zulässig

  • auf von der zuständigen Behörde gesondert zugelassenen Plätzen (Tierfriedhöfe) oder
  • auf dem im Eigentum des Tierhalters befindlichen Grundstück, sofern dieses nicht in der Nähe eines Wasserschutzgebietes oder öffentlicher Wege und Plätze liegt. Der Tierkörper muss mindestens 50 cm tief eingegraben sein.

Weitere Bestattungsmöglichkeiten

Bei der mittlerweile verbreiteten Tierkremation kann zwischen der Einzeleinäscherung oder der Gemeinschaftseinäscherung gewählt werden. Bei der Einzeleinäscherung kann die Urne mit der Asche des verstorbenen Tieres auf Wunsch mit nach Hause genommen oder auf einem Tierfriedhof bestattet werden. Bei der Gemeinschaftseinäscherung verbleibt die Asche im Krematorium. In speziellen Abschiedsräumen kann individuell vom Tier Abschied genommen und der Einäscherung beigewohnt werden.