Sterbegeld

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Sterbegeld bezeichnet eine Geldleistung, "die die anlässlich eine Sterbefalls anfallenden Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bestattung der verstorbenen Person ersetzen soll"1. Sterbegeld soll dazu dienen, "Hinterbliebenen die Umstellung der Lebensführung, die durch den Tod und die durch den Wegfall des Einkommens der/des Verstorbenen eingetreten ist, auf die neuen Lebensverhältnisse zu erleichtern"2.

Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung

Zum 1. Januar 2004 wurde das bis dahin im Todesfall gezahlte Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem Leistungskatalog gestrichen. Zuletzt betrug die Höhe 525,- Euro beim Tod eines Versicherten bzw. 262,50 Euro beim Tod eines familienversicherten Angehörigen. Die Summe war vorher über viele Jahre immer wieder weiter abgesenkt worden. Die letzte Kürzung hatte es im Jahr zuvor gegeben: Eine Halbierung von 1.050,- Euro.

Sterbegeld der gesetzlichen Unfallversicherung

Nach dem Sozialgesetzbuch zur gesetzlichen Unfallversicherung (SGB VII) entsteht Anspruch auf Sterbegeld anlässlich eines Todesfalls, wenn dieser durch einen Arbeitsunfall oder aufgrund einer Berufskrankheit eingetreten ist. Danach haben Hinterbliebene unter anderem Anspruch auf Sterbegeld in Höhe von derzeit 4.860,- Euro (westliche Bundesländer) bzw. 4.140,- Euro (östliche Bundesländer).3 Dazu kommen eventuell die Kosten für die Überführung an den Bestattungsort.

Weitere Sterbegelder von staatlicher Seite

Sterbegeld von staatlicher Seite wird zum Beispiel im Todesfall von Beamten, Beamten im Vorbereitungsdienst bzw. Ruhestandsbeamten sowie Soldaten gezahlt. Darüber bestehen verschiedene Ansprüche nach dem Bundesversorgungsgesetz, zum Beispiel bei Bestattungen von "Opfern des Krieges", oder innerhalb von Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes.4

Fußnoten

  1. Die kostenlose Bestattung. Ein Konzept für die Zukunft?, hrsg. v. Aeternitas e.V., Königswinter 2015, S. 170.
  2. Ebd.
  3. Ebd., S. 171.
  4. Ebd., S. 171 f.