Nutzungsfrist

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Die Nutzungsfrist (auch Nutzungszeit oder Nutzungsdauer) bezeichnet den Zeitraum, innerhalb dessen das Nutzungsrecht an einer Grabstätte besteht. So lange dürfen die Nutzungsberechtigten die Grabstätte nutzen. Für diesen Zeitraum entrichten sie dementsprechend die Grabnutzungsgebühr.

Die Länge der Nutzungsfrist wird in der jeweiligen Friedhofssatzung festgelegt und umfasst abhängig von den örtlichen Gegebenheiten und der jeweiligen Grabart verschieden lange Zeiträume. Üblich sind meist zwischen 10 und 30 Jahren. Urnengräber haben häufig kürzere Ruhefristen als Sarggräber, Reihengräber oft kürzere als Wahlgräber. Die Nutzungsfrist (bei der Neubelegung einer Grabstätte) ist mindestens so lang wie die Ruhefrist, dem Zeitraum innerhalb dessen eine Grabstätte eine ausreichende Verwesung des Leichnams und eine angemessene Zeit der Totenehrung1 ermöglichen muss.

Nutzungsfristen können bei Reihengräbern nicht verlängert werden, bei Wahlgräbern hingegen schon. Findet dabei keine neue Belegung der Grabstätte statt, können die verlängerten Nutzungsfristen auch kürzer sein als die Ruhefrist.

Fußnoten

  1. Zentralinstitut für Seprulkalkultur (Hrsg.): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur: Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Teilband III Frankfurt: Fachhochschulverlag, 2010. - ISBN 978-3-940087-67-6 - S.367