Naturbestattung

Aus Wiki: Tod - Bestattung - Trauer
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Idee von Bestattungen in der Natur ist noch relativ jung, aber immer mehr Bürgerinnen und Bürger fühlen sich von den traditionellen Bestattungsformen (Erd- oder Urnenbestattung auf dem Friedhof) nicht mehr angesprochen.

In Deutschland werden insbesondere zwei Arten von Naturbestattungen angeboten:


Baumbestattung

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für Bestattungen unter Bäumen. Fast wöchentlich eröffnen verschiedene Anbieter Bestattungswälder in ganz Deutschland. Gleichzeitig greifen Friedhöfe diesen Trend auf und bieten naturnahe Beisetzungen an.

2001 eröffnete in Deutschland der erste FriedWald mit der Möglichkeit, die Urne Verstorbener außerhalb von klassischen Friedhöfen im Wald beizusetzen. Mittlerweile betreiben die beiden größten Anbieter (FriedWald und RuheForst) in Deutschland zusammen mehr als 90 Bestattungswälder. Auch zahlreiche kleinere Anbieter bieten Urnenbestattungen unter Bäumen an. Die Kommunen ziehen nach: Immer mehr städtische Friedhöfe nutzen vorhandene baumbestandene Areale für Bestattungen oder eröffnen neue Anlagen. Die Verbraucherinitiative Aeternitas schätzt den Anteil dieser Form von Naturbestattungen in Deutschland auf derzeit zwei bis drei Prozent - mit deutlich steigender Tendenz.

Rechtlich ist die Bestattung unter Bäumen in Deutschland zulässig, allerdings nur in eigens dafür ausgewiesenen Wäldern, die rechtlich als Friedhöfe gelten, oder auf den entsprechenden Arealen bestehender Friedhöfe.


Seebestattung

Bei der Seebestattung wird die Asche in eine Urne aus leicht löslichem Material (zum Beispiel Zellulose, Sand-Salzgemisch oder Maisstärke) umgefüllt und vom Schiff aus im Meer versenkt.

Erlaubt ist diese Form der Beisetzung in Deutschland auf Nord- und Ostsee. Verboten ist hingegen die Beisetzung der Totenasche in Flüssen, Seen oder der freien Natur.