Nachlass

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Zum Nachlass gehört das Vermögen des Erblassers "als Ganzes", also alle Gegenstände, Rechte und Verpflichtungen, die der Erblasser zu Lebzeiten eingegangen ist oder erworben hat. Ausgenommen sind nur so genannte "höchstpersönliche Rechte" (Namensrecht, Ehe, Wahlrecht usw.), welche mit dem Tod des Inhabers verfallen. Auch Bußgeldforderungen und Geldstrafen verfallen mit dem Tod des Erblassers.

Verwaltung des Nachlasses

Grundsätzlich verwaltet die Erbengemeinschaft (also alle Erben gemeinsam) den Nachlass bis zur Verteilung auf die Erben (sog. Auseinandersetzung des Nachlasses). Dabei hat jeder Erbe das Recht und die Pflicht, an der Verwaltung des Nachlasses mitzuarbeiten.

Aufteilung des Nachlasses

Für die Verteilung des Nachlasses sind die Vorgaben des Erblasser bindend. Wenn keine Regelung im Testament getroffen wurde, muss zunächst ein so genanntes Nachlassinventar aufgestellt werden. Wenn der Wert eines Nachlassgegenstands nicht offensichtlich ist, muss dieser durch Schätzung oder Sachverständigengutachten beziffert werden. Bei der eigentlichen Aufteilung des Nachlasses wird das Gemeinschaftsverhältnis der Erbengemeinschaft aufgelöst, so dass jeder einzelne Miterbe frei über "seinen" Teil der Erbschaft bestimmen kann. Solange noch keine Auseinandersetzung stattgefunden hat, stellt die Erbengemeinschaft weiterhin die gemeinschaftlichen Eigentümer des Nachlasses dar. Daher sind sämtliche Entscheidungen, die die Erbschaft betreffen, gemeinschaftlich zu beschließen.