Leichenpass

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Ursprung

Aus den unterschiedlichen Bestimmungen der Länder (Nationen) resultierten früher regelmäßig Probleme beim grenzüberschreitenden Transport von Leichen. Vor diesem Hintergrund trafen die Vertragsstaaten am 10.02.1937 das internationale Abkommen über die Leichenbeförderung, das sogenannte „Berliner Abkommen“. Hiernach ist der Leichenpass das einzige Schriftstück dessen es bei einem Leichentransport bedarf.

Voraussetzungen für die Ausstellung

Nach dem Abkommen darf der Leichenpass von der verantwortlichen Behörde erst nach Vorlage eines beglaubigten Auszugs aus dem Sterberegister und einer amtlichen Bescheinigung, wonach gegen die Beförderung vom gesundheitlichen oder amtsärztlichen Standpunkt aus keine Bedenken bestehen und wonach die Leiche gemäß den Bestimmungen des Abkommens eingesargt worden ist, ausgestellt werden (Art. 2 Satz 2).

Inhalt

Der Pass muss nach dem Berliner Abkommen den Namen, den Vornamen und das Alter des Verstorbenen, sowie den Ort, den Tag und die Ursache des Todes enthalten (vgl. Art. 1), wobei letzteres bei fehlendem Einverständnis aus Datenschutzgründen auf die Feststellung, dass es sich um eine nicht ansteckende Krankheit bzw. eine natürliche Todesursache handelt, begrenzt werden kann. Der Pass sollte zumindest auch in englischer oder französischer Sprache abgefasst sein. Dem Abkommen war ein Muster beigefügt, es sind verschiedene mehrsprachige Muster im Umlauf. .1

Fußnoten

  1. vgl. z.B. Klingshirn, Heinrich; Drescher, Clauia; Thimet, Juliane: Bestattungsrecht in Bayern. München: Richard Boorberg Verlag , Stand der 25. Ergänzungslieferung November 2012, Anhang 100