Leichenhalle

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Sie ist ein spezieller, für die zeitlich befristete Aufbewahrung des Leichnams geeigneter Raum.1 Dazu gehören nicht nur die Leichenhallen der kommunalen Friedhofsträger, sondern auch die der Bestattungsunternehmen. 2 Synonym wird der Begriff Leichenhaus verwandt. In den meisten Bundesländern beträgt die Frist bis zu der ein Leichnam dorthin verbracht werden muss, 36 Stunden nach dem Tod.3 Abweichendes ist in Brandenburg und Sachsen mit 24 Stunden sowie in Thüringen mit 48 Stunden geregelt. In Bayern gibt es im Bestattungsgesetz keine entsprechende Regelung.4

Fußnoten

  1. vgl. DIN EN 15017 unter 2.24.
  2. Zentralinstitut für Sepulkralkultur (Hrsg.): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur: Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Teilband III Frankfurt: Fachhochschulverlag, 2010. - ISBN 978-3-940087-67-6 - S.284, Stichwort "Leichenhaus/Leichenhalle".
  3. § 27 Abs. 1 BestG Baden-Württemberg; § 9 Abs. 1 BestG Berlin; § 13 Abs. 1 LeichenG Bremen; § 6 Abs. BestG Hamburg; § 17 Abs. 1 FBG; § 8 Abs. 1 BestG Mecklenburg-Vorpommern; § 7 Abs. 1 BestG Niedersachsen; § 11 Abs. 1 BestG Nordrhein-Westfalen; § 14 Abs. 1 BestG Rheinland-Pfalz; § 22 Abs. 1 BestG Saarland; § 10 Abs. 1 BestG Sachsen-Anhalt; § 10 Abs. 1 BestG Schleswig-Holstein.
  4. § 18 Abs. 1 BestG Brandenburg; § 16 Abs. 1 BestG Sachsen; § 16 Abs. 1 BestG Thüringen.