Friedhofsgärtner

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Tätigkeitsbild

Der Gärtnerberuf ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Man kann zwischen sieben Fachrichtungen wählen, von denen eine die Friedhofsgärtnerei darstellt (vgl. § 1 der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin). Der Friedhofsgärtner legt die Grabstätten an, pflegt und erneuert sie insbesondere durch Bepflanzung. Zum Teil werden benötigte Pflanzen von den Friedhofsgärtnern auch selbst „angebaut“ und vermehrt. Aufgrund der starken Blumenindustrie konzentrieren sich die Friedhofsgärtner aber immer mehr auf den Handel. 1. Ein Ausbildungsschwerpunkt der Friedhofsgärtner liegt im Verkaufen und Beraten (vgl. § 4 II Nr. 2 e der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin). Außerdem gehören Trauerbinderei (=Trauerfloristik) und Dekoration zur typischen Tätigkeit eines Friedhofsgärtners (vgl. § 4 II Nr. 2 d der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin).

Geschichte

Erst seitdem sich Mitte des 19. Jahrhunderts immer mehr durchsetzte, dass die Menschen nicht in Massengräbern sondern jeder in einem eigenen Grab beigesetzt wurde, und die Verschönerung der Friedhöfe durch Bepflanzung zielgerichtet verfolgt wurde, begannen die gewerblichen Arbeiten auf dem Friedhof. 2 Zur Wende zwischen dem 19. Und 20. Jahrhundert fingen Gärtner dann an sich zum Friedhofsgärtner zu spezialisieren und zogen daher mit Ihren Betrieben auch in die Nähe der Friedhöfe. 3

Berufsständische Organisation

Die Friedhofsgärtner sind im Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) organisiert.

Fußnoten

  1. vgl. Zentralinstitut für Sepulkralkultur (Hrsg.): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur: Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Teilband III Frankfurt: Fachhochschulverlag, 2010. - ISBN 978-3-940087-67-6 - S.153, Stichwort:“Friedhofsgärtner“.
  2. vgl Zentralinstitut für Sepulkralkultur (Hrsg.): Großes Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur: Wörterbuch zur Sepulkralkultur. Teilband I Braunschweig: Thalacker Medien, 2002. - ISBN 3-87815-173-X - S. 95, Stichwort:“Friedhofsgärtner“.
  3. vgl. wie vor